Kiefer mit Zähnen des Fisches Enchodus lybicus – Marokko
Fundort: Phosphatminen von Khouribga, Westmarokko
Dimensionen: 40 x 18 x 9 cm
Gewicht: 5,6 kg
Erhaltungszustand des Fossils: gut
Alter: Oberkreide – Eozän (55–34 Millionen Jahre alt)
| Kategorie: | Marokko |
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Enchodus lybicus – Kiefer mit Zähnen
Enchodus lybicus war eine ausgestorbene Gattung räuberischer Knochenfische, die aufgrund ihrer auffälligen Fangzähne häufig als „Säbelzahnhering“ bezeichnet wird. Trotz dieses Namens war sie wahrscheinlich näher mit den heutigen Lachsen verwandt als mit den Heringen. Charakteristisch waren die langen, scharfen Zähne im vorderen Bereich des Ober- und Unterkiefers, die hervorragend zum Ergreifen und Festhalten glitschiger Beute geeignet waren.
Lebensweise und Jagd
Enchodus war ein schneller Meeresräuber, der vor allem kleinere Fische, Kopffüßer und andere Meerestiere jagte. Die Beute wurde mit den langen Fangzähnen gepackt und anschließend durch schnelle Kieferbewegungen verschlungen. Sein schlanker Körper, die großen Augen und das kräftige Gebiss machten ihn zu einem äußerst effizienten Jäger. Die größten Exemplare erreichten eine Länge von bis zu 1,5 Metern, wobei die größten Zähne über 6 Zentimeter lang werden konnten.
Das angebotene Exemplar
Obwohl Enchodus selbst ein erfolgreicher Räuber war, gehörte er auch zur Beute von Haien, Meeresreptilien und anderen großen Raubtieren seiner Zeit. Die Gattung überlebte das Massenaussterben am Ende der Kreidezeit, und ihre Fossilien wurden nahezu weltweit entdeckt. Meist werden einzelne Zähne gefunden, während Kiefer- oder Schädelreste deutlich seltener sind. Das angebotene Exemplar besteht aus einem gut erhaltenen Kieferfragment mit Zähnen von Enchodus lybicus aus Marokko.





