Lapislazuli-Cabochon – Afghanistan
Fundort: Afghanistan
Gewicht: 17,3g
Dimensionen: 5 x 2,3 x 0,7 cm
| Kategorie: | Lapis lazuli |
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Lapis lazuli – ein blauer Stein mit jahrtausendealter Geschichte
Lapis lazuli ist ein bekannter tiefblauer Dekorstein, der zu den ältesten Materialien gehört, die zur Herstellung von Schmuck, Amuletten und Kunstgegenständen verwendet werden. Menschen nutzen ihn bereits seit dem 7. Jahrhundert v. Chr., als er vor allem wegen seiner auffälligen blauen Farbe geschätzt wurde.
Mineralische Zusammensetzung
Tatsächlich handelt es sich nicht um ein einzelnes Mineral, sondern um ein Gestein, das aus mehreren mineralischen Bestandteilen besteht. Die Hauptkomponente ist Lazurit, der für die typische intensive blaue Farbe des Steins verantwortlich ist. Außerdem kommt in Lapis lazuli häufig Sodalith vor, ebenso Calcit, der weiße Adern oder Flecken bildet, und Pyrit, der sich als kleine goldene metallische Punkte zeigt.
Historische Bedeutung und das Pigment Ultramarin
Lapis lazuli war bereits in der Antike sehr geschätzt. Er wurde beispielsweise im alten Ägypten, in Mesopotamien und in Persien verwendet. Ägyptische Pharaonen fertigten daraus Schmuck, Amulette und Verzierungen. Dieser Stein wurde auch in Totenmasken und Dekorationen verwendet, zum Beispiel in der Grabausstattung des Pharaos Tutanchamun.
Im Mittelalter wurde Lapis lazuli zu einer wichtigen Quelle des blauen Pigments Ultramarin. Dieses Pigment war außerordentlich teuer und oft sogar wertvoller als Gold.
Es wurde von bedeutenden Renaissance-Malern verwendet, zum Beispiel von Leonardo da Vinci, Michelangelo oder Johannes Vermeer, vor allem zum Malen der blauen Teile von Gewändern und wichtiger Motive in Gemälden.
Fundorte
Die bekanntesten und qualitativ hochwertigsten Lagerstätten von Lapis lazuli befinden sich in der Region Badakhshan in Afghanistan. Der Abbau findet hier seit etwa siebentausend Jahren statt.
Weitere Fundorte gibt es beispielsweise in Chile, Russland oder Pakistan, doch afghanischer Lapis gilt bis heute als einer der hochwertigsten der Welt.
Härte und Eigenschaften
Die Härte von Lapis lazuli beträgt etwa 5 bis 5,5 auf der Mohs-Skala, was bedeutet, dass er im Vergleich zu vielen anderen Edelsteinen relativ weich ist. Dadurch lässt er sich gut bearbeiten und polieren, kann jedoch auch relativ leicht zerkratzt werden.





