Pyrit 67,3g – Peru

Fundort: Peru
Gewicht: 67,3g
Dimensionen: 3,8 x 3,3 x 2,9 cm

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14.08.2026
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Artikelnummer: PY066
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Kategorie: Pyrit
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Pyrit – Das Mineral, das Gold ähnelt

Pyrit ist ein weit verbreitetes Mineral, das aus Eisensulfid mit der chemischen Formel FeS2 besteht. Auf den ersten Blick fällt es durch seine goldgelbe Farbe und seinen starken metallischen Glanz auf. Aufgrund seiner Ähnlichkeit mit Gold wird Pyrit häufig als „Katzengold“ bezeichnet. Früher wurde er von unerfahrenen Goldsuchern gelegentlich mit echtem Gold verwechselt, obwohl sich beide Materialien deutlich in ihren Eigenschaften unterscheiden.

Aussehen und Eigenschaften von Pyrit

Pyrit besitzt meist eine messinggelbe bis goldene Farbe. Seine Oberfläche zeigt einen intensiven metallischen Glanz und reflektiert das Licht ähnlich wie Metall. Pyrit bildet häufig regelmäßig würfelförmige Kristalle, kann aber auch als Pyritoeder, körnige Aggregate oder feine Einschlüsse im Gestein auftreten. Auf den Würfelflächen sind oft feine parallele Streifen zu erkennen.
Im Gegensatz zu Gold ist Pyrit relativ hart und spröde. Gold ist weich und gut verformbar, während Pyrit bei starken Schlägen bricht oder splittert. Außerdem kann Pyrit Glas ritzen, was eine einfache Möglichkeit ist, ihn von Gold zu unterscheiden.

Entstehung und Vorkommen

Pyrit kommt in zahlreichen Gesteinsarten vor, darunter Sediment-, Magma- und Metamorphgesteine. Häufig tritt er in Erzgängen gemeinsam mit Mineralen wie Quarz, Bleiglanz, Chalkopyrit oder Sphalerit auf. Er findet sich außerdem in Kohle, Schiefer und einigen Kalksteinen.
Pyrit ist weltweit verbreitet. Bedeutende Fundorte befinden sich unter anderem in Spanien, Italien, Peru, den Vereinigten Staaten und Südafrika. Auch in Tschechien kommt Pyrit in verschiedenen Erzrevieren und ehemaligen Bergbaugebieten vor.

Herkunft des Namens

Der Name Pyrit stammt vom griechischen Wort pyr, das „Feuer“ bedeutet. Er bezieht sich auf die Funken, die entstehen, wenn Pyrit gegen Stahl geschlagen wird. Vor der Erfindung moderner Streichhölzer und Feuerzeuge wurde Pyrit deshalb häufig zum Feuermachen verwendet.

Verwendung von Pyrit

Früher war Pyrit ein wichtiger Rohstoff zur Herstellung von Schwefel und Schwefelsäure. Bei seiner Verarbeitung wurde Schwefeldioxid gewonnen, das zur Produktion von Schwefelsäure verwendet wurde. Diese zählt bis heute zu den wichtigsten Chemikalien und findet Anwendung bei der Herstellung von Düngemitteln, Reinigungsmitteln, Farbstoffen und Arzneimitteln.
Heute wird Pyrit hauptsächlich als Sammlermineral und Dekorationsstein geschätzt. Gut ausgebildete Kristalle und polierte Stücke sind bei Sammlern beliebt und werden außerdem für Schmuck oder Lehrsammlungen verwendet. Einige Pyritvorkommen enthalten geringe Mengen Gold oder anderer wertvoller Metalle und sind daher auch geologisch interessant.

Interessantes über Pyrit

Manche Pyritkristalle bilden nahezu perfekte Würfel und wirken dadurch fast künstlich hergestellt. Tatsächlich entstehen diese regelmäßigen Formen ganz natürlich durch die innere Struktur des Kristallgitters.
Pyrit kann außerdem während der Fossilisation organisches Material ersetzen. Dadurch entstehen sogenannte pyritisierte Fossilien, die die Form des ursprünglichen Organismus bewahren und gleichzeitig den charakteristischen metallischen Glanz des Pyrits besitzen.