Meteorit Steinbach 0,5g – Deutschland
Typ: Eisenmeteorit, IVA-an (anomal)
Fundort: Deutschland
Gewicht: 0,5g
Dimensionen: 14 x 8 x 2 mm
Jahr des Fundes: 1724
Bekanntes Gesamtgewicht: 98 kg
Oberflächenbehandlung: geshnittene, polierte Scheibe
Verpackung: Durchsichtige Plastikbox (5,8 x 3,8 x 1,6 cm)
Hinweis: Dieses konkrete Exemplar stammt aus einem neuen Fund aus dem Jahr 2025.
| Kategorie: | Steinbach |
|---|---|
| Nach Name: | Steinbach |
| ? Typ: | Eisen |
| ? Oberflächebehandlung: | Geschnitten |
| Verpackung: | In der Box |
Steinbach – Ein außergewöhnlicher Eisenmeteorit mit Silikaten
Steinbach zählt zu den interessantesten europäischen Meteoriten. Die ersten gefundenen Fragmente stammen aus dem frühen 18. Jahrhundert und wurden in der Nähe des Ortes Steinbach in Sachsen entdeckt. Weitere Fragmente wurden später in der Umgebung von Johanngeorgenstadt und Rittersgrün gefunden. Das Gesamtgewicht des bislang bekannten Materials beträgt etwa 98 Kilogramm.
Ungewöhnliche mineralogische Zusammensetzung
Steinbach wird als anomaler Eisenmeteorit der Gruppe IVA klassifiziert. Er besteht hauptsächlich aus einer Eisen-Nickel-Legierung, die silikatreiche Bereiche mit Olivin, Pyroxen, Tridymit und weiteren Mineralen enthält. Zum Meteoriten gehören außerdem Kamacit, Taenit, Plessit, Chromit und Troilit. Diese außergewöhnliche Kombination von Mineralen macht Steinbach zu einem der bemerkenswertesten Eisenmeteoriten der Welt.
Warum ist er kein Pallasit?
Steinbach wurde über viele Jahre als Pallasit angesehen, da er durchscheinende Olivinkristalle enthält, die in eine metallische Matrix eingebettet sind. Moderne mineralogische Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass sein Silikatanteil nicht ausschließlich aus Olivin besteht, sondern ein komplexeres magmatisches Gestein mit Pyroxen, Tridymit und weiteren Mineralen darstellt. Seine Struktur und Entstehung unterscheiden sich daher deutlich von klassischen Pallasiten, weshalb er heute als anomaler Eisenmeteorit der Gruppe IVA eingeordnet wird.
Widmanstätten-Struktur
Nach dem Ätzen einer Schnittfläche erscheint im metallischen Teil des Meteoriten eine deutlich ausgeprägte Widmanstätten-Struktur, die aus Kamacit und Taenit besteht. In Kombination mit den durchscheinenden Silikatbereichen entsteht ein einzigartiges Erscheinungsbild, das unter Eisenmeteoriten nur selten zu finden ist.
Sammlerwert
Steinbach gehört zu den begehrtesten Sammlermeteoriten. Seine historische Bedeutung, die begrenzte Menge des bekannten Materials und die außergewöhnliche Kombination einer metallischen Matrix mit Silikaten machen ihn zu einem der attraktivsten europäischen Meteoriten für Sammler und Museen.





