Slowakischer Obsidian – Brehov
Slowakische Obsidiane aus Brehov sind natürliche vulkanische Gläser aus der Region Zemplín in der Ostslowakei. Sie gehören zu den karpatischen Obsidianen und ihre Entstehung steht mit dem neogenen rhyolithischen Vulkanismus in Verbindung. Neuere Datierungen bestimmen das Alter des Obsidians aus der Region Brehov auf etwa 11,6 Millionen Jahre.
Charakteristisch für die Obsidiane dieser Region sind eine schwarze bis grauschwarze Farbe, gute Durchscheinbarkeit und eine natürlich skulptierte Oberfläche. Im starken Durchlicht können einige Exemplare graue, olivfarbene, grünliche oder bläuliche Töne zeigen. Die einzelnen Stücke unterscheiden sich deutlich in Form, Durchscheinbarkeit und Oberflächenbeschaffenheit.
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Obsidiane aus Brehov und der Region Zemplín
Die Ostslowakei gehört zu den bedeutenden europäischen Regionen mit natürlichen Obsidianvorkommen. Die Quellen konzentrieren sich vor allem auf das Gebiet der Zemplín-Berge. Brehov bildet zusammen mit dem nahe gelegenen Cejkov ein wichtiges Gebiet sekundärer Vorkommen, in dem Obsidian in Form natürlich transportierter und verwitterter Knollen, Gerölle und Fragmente vorkommt.
Obsidiane aus dem Gebiet Brehov–Cejkov werden in der archäologischen Literatur als Carpathian 1b bezeichnet. Ihre chemische Zusammensetzung ermöglicht es, sie von anderen karpatischen Obsidianquellen in der Slowakei, Ungarn und der Ukraine zu unterscheiden.
Wie entstand slowakischer Obsidian?
Obsidian ist ein natürliches vulkanisches Glas, das durch die schnelle Abkühlung siliziumdioxidreicher Lava entsteht. Die Schmelze erstarrt, bevor sich größere Mineralkristalle bilden können, sodass das entstandene Material eine überwiegend glasige Struktur behält.
Slowakische Obsidiane stehen mit saurem rhyolithischem Vulkanismus neogenen Alters in Verbindung. Typisch für Obsidian sind glasiger Glanz, muscheliger Bruch und die Fähigkeit, außergewöhnlich scharfe Kanten zu bilden.
Slowakischer Obsidian in der Vorgeschichte
Obsidian aus der Ostslowakei war bereits für die prähistorischen Bewohner Mitteleuropas ein wichtiger Rohstoff. Archäologische Funde belegen seine Nutzung seit dem Paläolithikum und insbesondere im Neolithikum sowie in weiteren vorgeschichtlichen Perioden zur Herstellung von geschlagenen Werkzeugen, Klingen, Schabern und Spitzen.
Geochemische Analysen archäologischer Artefakte haben gezeigt, dass Obsidian aus slowakischen Quellen über beträchtliche Entfernungen transportiert wurde. Material aus dem Gebiet Brehov–Cejkov wurde auch an archäologischen Fundstellen im heutigen Tschechien und in weiteren Teilen Mitteleuropas nachgewiesen.
Aussehen der Obsidiane aus Brehov
Obsidiane aus Brehov werden häufig als abgerundete bis unregelmäßige Stücke mit natürlich strukturierter Oberfläche gefunden. Durch langfristige Einwirkung der Umgebung können Vertiefungen, Rillen und weitere Oberflächenstrukturen entstehen, wodurch einige Exemplare auf den ersten Blick Tektiten ähneln.
Auf frischen Bruchflächen sind der typische glasige Glanz und der muschelige Bruch sichtbar. Dünnere Bereiche können bei starkem Licht gut durchscheinend sein und Farbtöne zeigen, die bei normaler Betrachtung des dunklen Stücks nicht erkennbar sind.
Verwendung von slowakischem Obsidian
Dank seines glasigen Charakters und seiner guten Bearbeitbarkeit kann slowakischer Obsidian geschliffen und poliert werden. Er wird als Sammlermaterial sowie als Rohstoff für Cabochons, facettierte Steine, Perlen und weitere dekorative oder schmuckbezogene Verarbeitungen verwendet.
Jedes angebotene Exemplar aus Brehov besitzt eine eigene Form, Oberflächenstruktur und einen individuellen Grad der Durchscheinbarkeit, sodass Sie ein konkretes Stück nach Aussehen und Größe auswählen können.


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